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Projektbeschreibung

In dem vom BMWi, Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, geförderten Projekt WiMAC@home wird ein Konzept für ein offenes, sicheres und selbst organisierendes Netzwerk für die Bereiche Consumerelektronik, PC-Welt und Hausgerätesteuerungswelt im privaten Heim entwickelt und die Integration anhand von funktionsfähigen Netzwerkkomponenten demonstriert.

Ziel des Vorhabens ist die Entwicklung eines drahtlosen Heimnetzkonzeptes mit multimedialen Geräten, die autonom interagieren, sich konfigurieren und ihre Dienste dynamisch dem Netzwerk zur Verfügung stellen, sowie mit einer bedienerfreundlichen Infrastruktur die Akzeptanz dieser technologischen Fortschritte beim Anwender durchzusetzen.

Das Netzwerk soll unter der Prämisse konzeptioniert werden, dass es konform zu den Standards der Digital Living Network Alliance (DLNA) ist und damit offen für die Einbindung beliebiger Multimediageräte. Das Connectionmanagement der einzelnen Komponenten beruht auf den UPnP (Universal Plug and Play) Standards und ist somit offen für alle Geräte die diesem Standard entsprechen.

Verdeutlichung der Vereinigung von CE-, IT- und Heimautomatisierungs-Welt im WiMAC-Projekt

Die Multimediageräte sind drahtlos über WLAN verbunden. Über ein Gateway kann auf ein weiteres standardisiertes drahtloses Netzwerk der Heimsteuerungs- und Hausgerätebranche zugegriffen werden. Dieses Netz beruht auf dem offenen KNX-RF Standard, der in diesem Bereich in Europa führend ist. Aus Sicht der Nutzers gibt es keinen Unterschied bei der Bedienung der Heimsteuerungskomponenten, da diese ebenfalls über UPnP-Mechanismen kontrolliert werden können.

Für die sichere Speicherung und Verteilung multimedialer Inhalte die als geschützter Premiumcontent ins Netzwerk gelangen wird ein umfassendes Content Protection und DRM-Konzept (CP/DRM) entwickelt. Dies trägt ebenfalls wesentlich zum Lösungsansatz des Projekts bei. Entscheidend für die Verfügbarkeit geschützter Inhalte im Heimnetz ist die Wahrung des Urheberrechtes bei der digitalen Speicherung und Übertragung. Deshalb soll ein durchgängiges CP/DRM-Konzept für Speicherung, Transport und Wiedergabe entwickelt werden welches nach Möglichkeit die Rechte der Anbieter schützt ohne die Bedürfnisse der Nutzer zu vernachlässigen.

Schließlich soll die Schlüsseltechnologie RFID eingesetzt werden, um dem Nutzer neue Komfortfeatures bei der Bedienung der Heimgeräte zu bieten.

In dem Projekt WiMAC haben sich die Projektpartner Loewe Opta GmbH, Nagravision Deutschland GmbH, Weinzierl Engineering GmbH, das Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS und das Institut für Rundfunktechnik GmbH(IRT) zusammengefunden, um einen praxisnahen Demonstrator des oben beschriebenen Netzwerkes zu entwickeln.

Kernpunkt der Entwicklung ist ein Multimedia-TV-Gerät (iDTV) mit drahtlos angebundenen TV-Monitoren. Dabei soll ein "klassisches" TV-Gerät um die Funktionalität eines Digital Home Renderer und Digital Home Server entsprechend der DLNA-Spezifikation erweitert werden. Auf dem Home Server kann eine Archivierung komplexer und auch interaktiver Fernsehinhalte sowie beliebiger multimedialer Inhalte erfolgen, die z.B. über das Heimnetz aus dem Internet geladen werden können. Diese Inhalte können sowohl live als auch durch Abruf gespeicherter Daten im Netz verteilt und dargestellt werden. Das resultierende iDTV kann damit unmittelbar im klassischen Sinne genutzt werden, ist aber gleichzeitig die erste Komponente eines DLNA-kompatiblen Heimnetzwerkes dessen Funktionalität schrittweise erweitert werden kann.

Ausgangspunkt des WiMAC-Szenarios ist die Konsumelektronik, die nach wie vor höchste Akzeptanz genießt. Diese wird in einem gemeinsamen Netzwerk mit der PC- und IT-Welt verbunden. Durch ein offenes Konzept soll auch eine Einbindung der Haussteuerungstechnik erreicht werden und damit der nötige Markterfolg garantiert und langfristig der Weg für das "Smart Home" geebnet werden.