München / Berlin. Die Förderprojekte WiMAC@home und porTiVity präsentieren sich während der Internationalen Funkausstellung in Berlin vom 31. August bis 5. September 2007 im Technisch Wissenschaftlichen Forum (TWF) auf dem Stand 4 in Halle 5.3. Erstmalig stellen die Projekte Forschungsergebnisse zur drahtlosen Vernetzung von Multimedia-Geräten im Heimbereich und zu interaktiven Diensten bei Handy-TV der Öffentlichkeit vor.
WiMAC@home (Wireless Media and Control at Home) erforscht die drahtlose Anbindung von Geräten der Rundfunk- und Unterhaltungselektronik in Heimnetzwerken. Kabelsalat und Schnittstellenprobleme im Wohnzimmer sollen damit bald der Vergangenheit angehören.
Im Projekt des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie steht ein neuartiger Fernseher (iDTV) im Mittelpunkt des Szenarios. Der iDTV vereint mehrere digitale Funktionen in einem Gerät. Er dient zum einen als Medienarchiv, das beliebige Rundfunkinhalte, Videos und Fotos speichert und diese im Netzwerk zur Verfügung stellt. Zum anderen stellt er die Verbindung zu Live-TV-Programmen her. Auch Pay-TVInhalte können geschützt und unter Wahrung der Urheberrechte verteilt werden. Eine weitere Besonderheit des Fernsehers ist der Anschluss von Komponenten der Heimautomatisierung. Auf diese Weise lassen sich Heizungssteuerungen, Alarm- und Klimaanlagen zentral steuern. Im drahtlosen WiMAC@home-Netzwerk konfigurieren sich alle Geräte automatisch und neue Komponenten werden selbstständig mittels Universal Plug-and-Play (UPnP) eingebunden. Die Entwicklungen orientieren sich an den Empfehlungen der Digital Living Network Alliance (DLNA) um ein Höchstmaß an Interoperabilität sicher zu stellen.
Das Projekt WiMAC@home wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) im Rahmen der Initiative "Next Generation Media" gefördert. Partner des Konsortiums sind die Loewe Opta GmbH, das Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS, das Institut für Rundfunktechnik GmbH (IRT), Nagravision GmbH und die Weinzierl Engineering GmbH.
Im EU-Projekt porTiVity (Portable Interactivity) werden Bildobjekte eines Handy-TV-Programms mit beschreibenden Daten, sogenannte Metadaten, verknüpft. Auf Knopfdruck erhält der Nutzer auf seinem Endgerät begleitende Hintergrundinformationen und kann interaktiv mit den Programmmachern in Kontakt treten. Hierzu werden über DVB-H (Digital Video Broadcast to Handhelds) zusätzlich zum laufenden Programm animierte Grafiken in MPEG-4 LASeR (Lightweight Application Scene Representation) mitgesendet. Durch Interaktion des Nutzers mit einem Objekt (z. B. ein Fußballspieler) werden Zusatzinformationen zu dem gewählten Objekt über einen zusätzlichen Datenkanal (z.B. UMTS, WLAN) abgerufen.
Partner des Projects sind die Portugal Telecom Inovação, S.A. (Portugal), das Institut für Rundfunktechnik GmbH (Deutschland), die Institut Eurecom (Frankreich), Optibase (Israel), Joanneum Research GmbH (Österreich), die Universitat Ramon Llull (Spanien), der Rundfunk Berlin-Brandenburg (Deutschland), das Fraunhofer-Institut für Sichere Informations-Technologie (SIT) (Deutschland), Octal TV, S.A. (Portugal), Deuromedia SRL (Rumänien).
Weitere Informationen zu porTiVity unter: http://www.portivity.org/
Das Institut mit Sitz in München unterstützt mit seinem Leistungsspektrum seine Gesellschafter, die Rundfunkanstalten ARD, ZDF, DLR, ORF und SRG/SSR. Daneben arbeitet das IRT mit einer Vielzahl an Kunden aus den Bereichen Rundfunk, Medien, Kommunikations- sowie Informationstechnik zusammen und kooperiert mit verschiedenen Forschungseinrichtungen und Hochschulen.
Seit seiner Gründung im Jahr 1956 fördert das IRT den Erhalt des Rundfunks auf nationaler und internationaler Ebene und begleitet die Anpassung des Rundfunkgedankens an neue Marktumfelder und Bedürfnisse.
Herausgeber: Institut für Rundfunktechnik GmbH
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